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Les déboires des « Amis de l’Histoire et du Musée de la Ville d’Esch-sur-Alzette »

Communiqué

Dans sa récente réunion , le conseil d’administration de l’Union Luxembourgeoise pour l’Histoire et le Patrimoine (ULHP), alerté par un article paru au quotidien Tageblatt relatant les déboires des « Amis de l’Histoire et du Musée de la Ville d’Esch-sur-Alzette », apporte  son soutien inconditionnel à cette association amie et membre.

Le conseil se composant de représentants provenant des quatre coins du pays ne peuvent croire que l’autorité communale de la Ville d’Esch-sur-Alzette puisse être insensible à l’appel d’aide des sociétaires de l’A.H.M.E. et ce d’autant plus qu’ils trouvent sans exception compréhension et bienveillance auprès de leur propre administration locale.

Le conseil s’étonne en plus que le travail bénévole fourni dans l’intérêt du patrimoine et de l’histoire serait anéanti par un banal manque de local , alors qu’une récente campagne publicitaire invite les gens à s’engager dans le bénévolat.

La raison sociale de l’association eschoise, éloquente en soi, mérite certainement un coup de pouce de la part de l’autorité communale et les responsables ULHP estiment donc qu’il ne peut s’agir que d’un malentendu.

Finalement le conseil d’administration de l’ULHP a décidé unanimement de prêter assistance  en cas de spoliation  des biens sociétaires et de proposer ses bons offices pour résoudre le problème.

Le conseil d’administration ULHP.

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„ à propos Koerich »

Warum diese Stellungnahme ?

Mitglieder der Union Luxembourgeoise pour l’Histoire et le Patrimoine haben uns zu einer Stellungnahme aufgerufen betreffend ein Bauvorhaben der Gemeinde Koerich. Dort ist eine Vergrößerung resp. ein Anbau an das ins Jahr1798 datierte Gemeindehaus vorgesehen, Vergrößerung, die ihrer Meinung nach einen gravierenden Eingriff in das, in vielen Jahrhunderten harmonisch gewachsene Dorfbild darstellt.

Nach Anhörung der Anliegen unserer Mitglieder kam eine Delegation des Verwaltungsrates der ULHP am 24.3.2009 mit dem Bürgermeister Hr. Léon  Eschette und dem Schöffen Hr. Jean Everard im Gemeindehaus in Koerich zusammen.

Wir konnten nach in Augenscheinnahme der Örtlichkeiten den Standpunkt und die Erklärungen der beiden Herren zur Kenntnis nehmen.

Die Fakten.

Das Gemeindehaus ist im Besitz der Gemeinde Koerich und ist nicht denkmalgeschützt, unterliegt voll der Verantwortlichkeit der Koericher Bürger und deren Vertreter, dem Gemeinderat.

Ausschnitt aus dem Projekt von Architektin Tatiana Fabeck

Ausschnitt aus dem Projekt von Architektin Tatiana Fabeck

Die gleich daneben liegende Burg, die Ruine des Grevenschlosses ist hingegen im Besitz des Staates, steht seit 1937 unter Denkmalschutz und wird genau zu dieser Zeit vom Kulturministerium durch die  Verwaltung der Sites et Monuments großzügig, konservatorisch restauriert

Herr Lemmer erklärte uns, dass durch Raummangel bedingt der Gemeinderat beschlossen habe die Planung der Vergrößerung des Rathauses in die Wege geleitet.  Ein Ideenwettbewerb zwischen Architekten wurde ausgeschrieben und der Vorschlag der Architektin Tatiana Fabeck ging mit 5 gegen 4 Stimmen als Sieger aus diesem Concours hervor.

Der Bürgermeister versicherte uns mehrmals, dass es sich hier nur um einen Ideenvorschlag handele der umwandlungsfähig sei, es sich also noch nicht um ein beschlossenes Bauprojekt handele.

Das prämierte Projekt von Tatiana Fabeck

Zum Ideenvorschlag.

Wie es im Schreiben unserer Mitglieder heißt: „de gustibus non est disputandum », genau so wollen wir in diese Diskussion hineingehen.

Ob die Koericher Einwohner sich einen Rathausanbau modernder oder antiquarisch angepasster Faktur in ihr Dorfzentrum setzen wollen ist rein und allein ihre Angelegenheit. Die ULHP hat als Grundprinzip in ihren Statuten festgelegt, sich nie in Angelegenheiten anderer Vereinigungen einzumischen, sich aber auch immer klar zum Schutz des Patrimoniums einzusetzen.

Es ist nicht unsere Aufgabe die Verantwortlichen im Gemeinderat zu bestätigen oder sie von ihrer Verantwortung zu entbinden. Nichtsdestoweniger sind wir der Ansicht, dass die Bevölkerung, die im Dorf mit ihrer Burg, ihrer Barockkirche und ihrem alten Rathaus in ihrem organisch gewachsenen Umfeld lebt, sich nicht an Hand eines Prospektes schlau machen sollten, besonders auch weil die Zustimmung zum prämierten Projekt denkbar knapp ausgefallen ist. Es sollte den Menschen, die nicht alle eine klare räumliche Vorstellung haben, eine Hilfestellung geleistet werden.

Wir schlagen vor, dass, wie es in der Schweiz in mehreren Kantonen Gesetz ist, durch eine leichte Alu- Stangenkonstruktion, (als Baukasten auch für den kleinsten Unternehmer erschwinglich zu kaufen), die Aussenecken und die Höhe des geplanten Gebäudes leicht erkenntlich „in situ » räumlich zu erklären und den Bürgern zu zeigen wie die seit hunderten von Jahren freie Sicht auf ihre, jetzt mit viel Geld restaurierte Burg verbaut wird. Schade drum!

Weil, nach Aussage des Bürgermeisters, es sich noch nicht um ein Bauprojekt, sondern nur um einen Ideenwettbewerb handelt, ist  noch kein „ fait accompli » geschaffen. Die Einwohner, nicht immer nur unter  „vox populi »  u.s.w. laufend, sondern oft und jahrhundertelang auf den Dörfern mit einem besonderen Gespür für Formen und Massen ausgestattet, sollten in voller Sachkenntnis mitreden dürfen.

Es ist jetzt noch Zeit, auf dem Papier durch Umsetzen von Maß und Volumen verschiedenes zurechtzurücken. Sollte sich dann eine gefühlte Mehrheit für oder gegen das beim Ideenwettstreit ausgewählte Projekt ergeben, dann wird  es an den gewählten Volksvertretern im Gemeinderat sein,  ihre Verantwortung gegenüber dem nationalen Patrimonium zu übernehmen.

Wir drücken den Wunsch aus, dass man auch fürderhin in Koerich, die Kirche auf dem Berg und  die Burg im Zentrum des Dorfes stehen lässt und, dass man  auch weiterhin, jetzt da sie frisch herausgeputzt wird, etwas mehr von der Burg sehen kann als das vorliegende Projekt ihr zugesteht.

Redaktionskomite der ULHP

Weitere Bilder:

In der Mitte des Bildes, links neben dem Gemeindehaus, das abzubrechende Haus.

Der Gemeindeplatz mit dem abzubrechenden und zu ersetzenden Gebäude.

Der Vorplatz zum Gemeindehaus.

Blick vom Burgeingang zum Gemeindehaus.

(Bildarchiv der ULHP asbl. 2009)


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